Erwin Schrödinger Google Doodle


Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Erwin Schrödinger Google DoodleHeute ehrt Google einen Österreicher - den Wissenschaftstheoretiker und Physiker Erwin Schrödinger. Es ist kein runder Geburtstag, denn er wäre heute 126 Jahre alt geworden.

Erwin Schrödinger und Google Doodle

Auf Google.de wird Schrödinger durch ein Doodle der etwas anderen Art geehrt. Dort sehen wir eine Katze aus einer Kiste steigen - links ist sie quicklebendig und auf der rechten Seite steigt sie als Geist dem Himmel empor. Daneben jeweils ein großes und ein kleines g und ein paar weitere Formeln...

 

Erwin Schrödinger und das Paradox um Leben und Tot

Nein, Erwin Schrödinger hat keine echte Katze zum Spielball seiner physikalischen Experimente genutzt, stattdessen war es nur ein Gedankenexperiment: Man sperrt also eine Katze in eine Kiste,  packt etwas radioaktive Substanz hinzu, etwas Blausäure, einen Hammer und einen Geigerzähler. Nun kommt es laut Erwin Schrödinger darauf an: Zerfällt eines der radioaktiven Atome, aktiviert sich der Geigerzähler, der wodurch dann der Hammer auf das Fläschen fällt und die Blausäure würde so entweichen - der Tot der Katze wäre somit beschlossene Sache...

 

Erwin Schrödingers Katze tot oder lebendig?

Nun kommen aber auch noch die Wahrscheinlichkeiten ins Spiel, denn radioaktive Substanzen können zerfallen, müssen es aber nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist wohl genauso groß dass es zerfällt, wie das es nicht zerfällt. Das bedeutet im Umkehrschluss laut Erwin Schrödinger, dass die Katze lebendig raus kommen könnte oder auch nicht, wodurch ein Paradox entstehen würde - sobald also die Katze raus kommen würde, gebe es für Schrödingers Katze kein und mehr, sondern nur noch ein entweder-oder und das kommt damit nicht in Einklang der physikalischen Gesetze... Solange sich also die Katze in der Kiste befinden würde, befände sie sich in beiden Zuständen, solange eben keiner in die Kiste rein schaut - sie wäre somit gleichzeitig lebendig und tot...

 

Wie bitte, Erwin Schrödinger?

Kann man verstehen, muss man aber nicht. Für uns hört es sich an als wenn man auf einer Brücke sich in den Tot stürzen will und es machen könnte oder auch nicht, dennoch haben wir damit ja nicht die physikalischen Gesetze auf den Kopf gestellt.

Wahrscheinlich steckt da einfach viel mehr hinter als man als nicht Physiker verstehen könnte. 

 

Erwin Schrödingers Katze lebt in 2 Welten?

Dann gibt es da noch die Viele-Welten-Interpretation vom Physiker Hugh Everett. In der einen Realität schauen wir in die Kiste und die Katze lebt und in der anderen ist sie tot. Es gibt dann also 2 Realitäten die sich unterschiedlich weiter entwickeln...

 

Nochmal zurück zu Erwin Schrödinger und Google 

Kommen wir nochmal zurück zum Google Doodle - auf dem Bild sehen wir nicht nur die Katze, sondern auch ein großes G und ein kleines. Will uns Google vielleicht damit sagen das Google in der einen Realität so groß geworden ist wie Google nun mal derzeit ist und in der anderen auch klein hätte ausfallen können? Wer weiß, vielleicht aber gehören die Buchstaben auch zur Gleichung und vielleicht übernehmen irgendwann die Affen den Planeten... wir werden sehen ;-)

 

Erwin Schrödinger und sein Leben

Genug theorisiert, gehen wir mal auf das ein was wir wirklich wissen: 

- Erwin Schrödinger wurde 1887 in Wien geboren

- Sein Vater lebte von 1857 - 1919 und war Wachstuchfabrikant

- Seine Mutter lebte von 867 - 1921

- Schrödinger studierte von 1906 - 1910 Mathematik und Physik

- Kriegsteilnahme im 1. Weltkrieg

- In Zürich war er Lehrer für theoretische Physik, wo er die Schrödinger Gleichung erstellte

- am 06. April 1920 heiratete er Annie (Annemarie Bertel)

- 1927 ging er nach Deutschland in die Hauptstadt Berlin

- 1933 verließ er mi der Machtergreifung der Nationalsozialisten Deutschland und ging nach Oxford zum Magdalen College

 - 1936 kehrte Schrödinger nach Östereich zurück

- 1938 musste er das Land verlassen und ging nach Dublin, wo er ab 1940 Direktor der Schule für theoretische Physik wrde

- 1956 kehrte er nach Wien zurück wo er bis zu seinem Tode am Institut für theoretische Physik lehrte

- Erwin Schrödinger starb am 4 Januar 1961

 

Weiterführende Links zu Erwin Schrödinger und das Google  Doodle

Alle Details zu Schrödinger findet Ihr natürlich auf Wikipedia.de

Martin Missfeldt berichtet auch wie immer über das Google Doodle

 

{jcomments on}