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1In der SEO-Blase wird viel über die Zukunft der Suche spekuliert. Doch wer einen Blick in die Daten wirft, stellt fest: Die Zukunft hat längst begonnen. Der „Shift“ von der klassischen Suchmaschine hin zu generativen KI-Tools ist kein theoretisches Szenariov mehr, sondern messbare Realität – besonders in sensiblen Nischen wie der Gesundheit.
Betrachtet man die Google Trends der letzten 24 Monate für klassische medizinische Indikationen, zeigt sich ein konsistentes Bild. Begriffe wie „Trockene Kopfhaut“ oder „Blasenentzündung“ verzeichnen einen sichtbaren Rückgang im Trenbarometer.
Ein Beispiel aus der Praxis: Während der Gesamtmarkt für bestimmte medizinische Indikationen stabil geblieben ist, beobachten wir bei der klassischen Google-Suche dennoch einen signifikanten Rückgang. Das Suchvolumen ist hier im Schnitt um etwa 5 % gesunken. Da der Bedarf im Markt also nicht abnimmt, deutet dies massiv darauf hin, dass sich der Einstiegspunkt in den Informationsprozess verschiebt.

Die Antwort lautet: ChatGPT, Gemini & Perplexity. Um die Dimensionen zu verstehen, müsst ihr euch die wöchentlichen Zahlen im Bereich Health-Suchanfragen ansehen:
Damit wandern bereits rund 5 % des gesamten wöchentlichen Health-Suchvolumens direkt in KI-Antworten ab. OpenAI hat diesen Trend erkannt und mit „ChatGPT Health“ bereits begonnen, ein extra Angebot für diesen Sektor zu schaffen (erstmal nur in den USA und auch dort nur für einen kleinen Kreis).

Trotz dieser massiven Verschiebung in der Informationsphase beobachten wir ein interessantes Phänomen: Den Rücksprung zu Google.
Zwar lassen sich 5 % der Nutzer ihre Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von einer KI erklären, doch sobald die Entscheidung für ein konkretes Produkt gefallen ist, bricht die Reise in der KI oft ab. Warum? Weil ChatGPT und Co. (noch) keine online shopping Kanal sind – und wahrscheinlich vielleicht auch nie sein werden.
Das bedeutet: Die KI ist der neue „digitale Hausarzt“, aber Google bleibt die „digitale Ladentür“.
Diese Daten machen eines unmissverständlich deutlich: Wir sprechen hier nicht länger über ein reines SEO-Problem, sondern über eine strategische Herausforderung für die gesamte Markenführung entlang der Customer Journey.
Der Shift von 5 % in der Information ist erst der Anfang. Marken, die heute nicht in GEO investieren, riskieren, dass die Kaufentscheidung bereits in der KI gegen sie fällt – noch bevor der Nutzer überhaupt Google öffnet, um nach der nächsten Apotheke zu suchen.
Die Frage ist nicht mehr, ob die Suche umzieht, sondern ob ihr schon dort seid, wo die Empfehlungen ausgesprochen werden.
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